Helmkamera - Grundwissen

 

Helmkamera
Für die Verwendung als Helmkamera, eignen sich die sogenannten Finger-, Mini- oder Sportkameras.

Bei Helmkameras handelt es sich um Kameras ohne eigene Aufzeichnungsmedien, Bedienelemente oder Stromversorgung, dadurch wird eine extreme kleine Bauweise erreicht.

Einstellungen, wie etwa Bildschärfe, Belichtungszeit und Weißabgleich finden automatisch statt, die Veränderung des Blickwinkels wird durch Objektivwechsel erreicht.

Durch die sehr kompakte Gehäuseform ist es möglich diese Kamera an Stellen zu montieren an der ein Camcorder nicht installiert werden kann. Die Kamera hat einen "12 Volt Eingang" und einen "Video Ausgang". Die 12 Volt Eingangsspannung kann über Akkus, Batterien, der Kfz- Motorrad Bordspannung oder auch über ein Netzgerät realisiert werden.

 
 

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Aufnahme  
Voraussetzung zur Aufnahme ist ein Camcorder (z.B. eine Sony DCR-HC42E / DCR-HC96E) oder ein Digitales- Aufnahmegerät (z.B. Sports Video Rekorder SVR3 oder ein ChaseCam PDR100GF, ein Archos AV500, AV700, AV605, AV405 oder ein Minox DMP-3 / DMP-4) mit "A/V IN".

Eingang
"A/V-IN" bedeutet Audio und Video Eingang (analog) und ist zwingend notwendig für den Anschluss einer Helmkamera. Darüber hinaus ermöglichen der AV-Eingang und der Analog-Digital-Wandler die Übertragung analoger Videosignale auf Ihren Camcorder etwa zur Archivierung Ihrer alten Home Videos auf MiniDV-Band.

Helmkameras können nicht an einem "DV-IN" angeschlossen werden. Der "DV-IN" ist nur für die Digitale Datenübertragung geeignet. 

Bildqualität
Die erste Frage, die sich stellt, ist die nach der Bildqualität?
Die europäischen PAL-Norm sagt aus, dass ein Fernsehbild mit 625 (576 nutzbare, sichtbar meist noch weniger) Zeilen dargestellt wird. Aktuelle DV-Kameras arbeiten mit einer Auflösung von ca. 500 bis 520, die heute erhältlichen Fingerkameras mit 420 bis 550 TV-Linien (TVL). Allgemein kann gesagt werden, dass höhere Linienzahlen höhere Bildqualitäten erzeugen.

Fingerkameras liefern heute Bilder in einer effektiven Auflösung von 752 * 582 Pixel und somit ein brauchbares, volles Fernsehbild (in PAL-Norm sind Fernsehbilder 720 * 576 Pixel groß). Höhere Anzahlen von TV-Linien bedeuten allerdings nicht gleich zwangsläufig größere Bilder durch höhere Pixelmaße, sondern eher mehr Detailreichtum.

TV-Linien / TVL
In der Videotechnik wird die Auflösung einer Kamera in TV-Linien angegeben. Je höher der TV-Linien Wert ist, desto feinere Strukturen können aufgenommen werden.

Wenn heute von einem Hersteller der TV-Linien Wert angegeben wird, ist damit immer die Auflösung in horizontaler Richtung gemeint. Die Festlegung erfolgt anhand senkrechter schwarzer und weißer Linien, deren Abstand und Breite in einem Testbild zueinander immer kleiner werden. Dort wo die Linien gerade noch voneinander als einzelne Linien erkannt werden können, liegt die Grenze, was die Kamera auflösen kann.

Leider gibt es bei TVL keine feste Definition, die ein Vergleich zwischen verschiedenen Herstellern und Modellen zulassen würde. Es fehlt die Angabe ob die TV-Linien tatsächlich gemessen oder lediglich berechnet wurden. Daher ist die Angabe der TV-Linien ungeeignet die Videoqualität einer Kamera zu beurteilen.

Das bedeutet, dass die Videoqualität nur zuverlässig im direkten Gerätevergleich beurteilt werden kann. Jeder Anwender hat ein etwas anderes Sehverhalten und beurteilt daher die Bildqualität nach anderen Kriterien.

Thema Multimedia - Player 

Das Wichtigste vorab:
MP3-Player sollten NICHT mit der Aufnahmequalität eines Camcorders verglichen werden!

Nach wie vor gibt es bezüglich der Bildqualität zu einem Camcorder keine vernünftige Alternative. Die Gründe sind eigentlich recht einfach zu erklären:

  • Camcorder zeichnen Videomaterial unkomprimiert auf. Jeder der schon einmal Videos vom Camcorder auf seinen PC überspielt hat, hat sich vielleicht über die Dateigröße gewundert. Dies ist das Ergebnis der unkomprimierten Speicherung.
  • Kaum ein Multimedia-Player arbeitet mit einer Video-Auflösung die einer Pal-Auflösung entspricht (720 x 576 Pixel). Die meisten Player leisten gerade mal ein Viertel davon. D.h. das ursprünglich Bild wird schon mal auf diese Größe komprimiert = Qualitätsverlust.
  • Das gängigste Speicherformat bei Mulitmedia-Playern ist MPEG-4 als Standard für die Kompression von Audio- und Videodateien. Am Ende aller Tage ist es ein Komprimierungsverfahren, was wiederum zu Qualitätsverlusten gegenüber einer unkomprimierten Video-Datei führt.

Grundsätzlich gilt: Je größer das Ausgabemedium, umso besser sollte die Bildqualität sein! Wer seine aufgezeichneten Motorradvideos auf dem Fernseher oder einem Beamer anschauen möchte, wird um einen Camcorder (oder auch SVR2 / PDR100GF) als Rekorder für seine Helmkamera NICHT herum kommen!

Sollen die Videos auf einem Laptop und/oder im Internet dargestellt werden sind wir wieder bei unseren Multimedia-Playern. Hierfür ist die Qualität allemal ausreichend.

Merke: Eine schlechte Bildqualität liegt in den meisten Fällen nicht an der eingesetzten Helmkamera, sondern am Aufnahmegerät!

Oder andersrum: Wer einen Multimedia-Player als Aufnahmegerät einsetzt, kann auf den Einsatz einer hochwertigen Helmkamera (z.B. eine 2M-58SHQX) verzichten, da der Player die Qualität nicht ganz darstellen kann.
 
Grundwissen Mulitmedia - Player
 
Musikmaschine, Multimediaplayer, Fotodatenbank: Moderne Multimedia-Player sind schon lange mehr als ein Gimmik . Einige dieser Player besitzen die Möglichkeit, über eine AV-Schnittstelle Videos aufzuzeichnen und abzuspeichern. Genau diese Geräte sind interessant für den Einsatz einer Finger- bzw. Helmkamera.

Multimedia-Player sind die medientechnische Weiterentwicklung des MP3-Players. Der äußere Aufbau eines Multimedia-Players ist durch ein relativ großes Farbdisplay und die Bedienungselemente gekennzeichnet. Die Geräte sind meist nicht größer als eine Zigarettenschachtel aber um ein vielfaches flacher. Aufgrund Ihrer Kompaktheit können sie bequem im Lederkombi, Tankrucksack verstaut werden.

Wir ersparen uns hier eine seitenfüllende Kaufberatung, sondern wenden uns ausschließlich dem Einsatzgebiet Motorrad zu.

Multimediaplayer sind meist mit Minifestplatten ausgestattet. Wir empfehlen jedoch Player mit Flash-Memory und/oder wechselbarer Speicherkarte. Man hat zwar nicht die Speicherkapaziät einer Festplatte, aber da Speicherkarten keine beweglichen Teile haben, sind sie unempfindlich gegen Erschütterungen.

Festplatten hingegen reagieren aufgrund ihrer Mechanik empfindlich gegen Erschütterungen. Nichts ist ärgerlicher als ein defekter Film oder gar eine defekte Platte als Folge von Erschütterungen, wie sie nun einmal naturgemäß auf dem Motorrad vorkommen.

Als Speicherkarten empfehlen wir Karten ab 2GB Speicherkapazität. Dieses erlauben ca. 1,5 Stunden Videoaunahme. Aus unserer Erfahrung reichen Karten mit 4GB (ca. 3,5 Stunden Aufnahmekapazität) für die meisten Einsatzzwecke aus. Wichtig: Vorher schlau machen, ob der Player für große Speicherkarten geeignet ist.

Wichtig für den Einsatz als Aufnahmegerät ist ein AV Eingang, an dem die Helmkamera angeschlossen werden muss. Ohne diesen Anschluß geht nichts.

Die Dateien werden per USB-Kabel vom Player auf den Computer überspielt. Da Video-Dateien einen vergleichsweise hohen Speicherbedarf besitzen, sollten man auf eine schnelle USB-Schnittstelle achten. Idealerweise sind USB- und AV-Kabel im Lieferumfang der Kamera.

Das Wichtigste zusammengefasst:
  • Flash-Memory Speicher (mindesten 2 GB)
  • Speicherkarten ab 2 GB Kapazität, ideal 4GB
  • AV-Eingang (AV Eingang (NTSC/PAL)
  • Schnelle USB-Schnittstelle (high speed USB 2.0)
  • USB- und AV-Kabel im Lieferumfang
  • Einfache und schnelle Bedienung